Lofoten

Jakob Hermühlen

 

Es war es vorgesehen im Rahmen der Rallye die Lofoten zu besuchen. Darauf hatten wir uns sehr gefreut, und unsere Route in den letzten Tagen entsprechend eingerichtet.

Leider stellten wir aber gestern Abend, als wir gegen 23:00 den Fähranleger in Bodö erreichten fest, dass die Fähe aufgrund eines Sturmes nicht wie geplant um 1:45 fährt. Es trafen immer mehr Teams ein – ein witziger Anblick von ca 35-40 bunten Autos nachts auf einem Fähranleger. Nur leider war damit für die meisten von uns der Tag gelaufen!

Wir haben uns anderen Teams angeschlossen und gemeinsam etwas abseits der Ortschaft in unseren Autos geschlafen. Das war zwar etwas unbequem aber dafür kamen wir heute zügig auf die Straße.

Wir fahren nun an der norwegischen Atlantiküste entlang. Eine malerische Küste mit Fjorden, Wasserfällen, Bergen, Elchen und Rentieren. Leider regnet es dabei aber (wie schon gestern) bei Temeperaturen zwischen -0,5 und +4,5 Grad. Es ist auch dementsprechend bewölkt und daher hält sich die Ausicht in Grenzen, ganz zu schweigen von Nordlichtern…

Mittags in Norwegen im Regen

Immerhin hält unser Auto durch und so kommen wir täglich gut voran in Richtung Nordkapp. Leider verlief unser Versuch heute an frischen Lachs zu gelangen erfolglos, aber immerhin haben wir eine sehr nette Gastgeberin für die Nacht in Narvik heute gefunden. Heute geht es also mal eher ins Bett und dann sehen wir mal, was der Tag morgen bringt.

Lappland

Jakob Hermühlen

 

Nach dem Surströmmingtrip gings (gestern, Dienstag) durch Lappland an die Norwegische Grenze bei Mo I Rana. Schneebedeckte Berge, Elche, Rentiere und vereiste Straßen.

Wer hier schnell sein will braucht Bodenfreiheit und Allrad. Also gings für uns nur mäßig voran.

Surströmming

Jakob Hermühlen

Mittwoch in Nordschweden – regionale Fischspezialitäten!

Eine der bekanntesten Aufgaben ist es, eine geöffnete Dose „Surströmming“ im Auto 200 km weit mitzuführen. Gestern war es soweit!

Beim Surströmming handelt es sich um eine Fischspezialität, die mit einer Nährlösung in einem Reaktordruckbehälter fermentiert wird. Als Mitteleuropäer würden wir Gammelfisch dazu sagen. Der Gestank der gerade einen Spaltweit geöffneten Dose des anderen Teams auf dem Supermarktparkplatz erfüllte sofort den ganzen Platz! Es ist ein Geruch direkt aus der Hölle. Es gibt Fluggesellschaften, die keinen Surströmming im Flieger zulassen. (aus Angst vor Leckagen an der Dose)

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Ansonsten ist das Produkt aber völlig unbedenklich 🙂

Die Herausforderung besteht schon darin, den Druckbehälter (sieht von außen aus, wie eine normale Konservendose) ohne Kollateralschaden zu öffnen.

Natürlich werden wir nicht einfach so erzählen, wie man diese Herausforderung unbeschadet übersteht. Es hilft allerdings sich etwas vorzubereiten  (vorher eine warme Mahlzeit essen -> den Rest des Tages wird dass nichts mehr, gute Handschuhe in Gepäck haben…) sowie den Hinweis der Rennleitung “ be creative“ zu beherzigen.

Dann ist das alles machbar. Und seit heute Mittag riecht es auch nicht mehr in Auto.

 

Lappland

Jakob Hermühlen

 

Dachten wir zu hause noch, wir hätten uns amtlich Licht an die Haube geschraubt, zeigt sich hier, dass wir für nordskandinavische Verhältnisse in der Fahrradabteilung eingekauft haben:

links im Bild ein lokales Fahrzeug

Heute geht es, nach einem unterhaltsamen Ausflug mit fast allen Teams auf einen See, nach Norwegen Richtung Lofoten.

erster Schnee

Gestern Abend haben wir uns mit Blick auf die Laufleistung noch bis kurz über Uppsåla durchgeschlagen und die Nacht auf einem Bio-Bauernhof verbracht, auf dem ich vor 11 Jahren ein paar Wochen mitgearbeitet hatte.

Kjell und Ylva haben sich trotz der Anreise zu Mitternacht sehr gefreut uns zu sehen und uns sehr herzlich empfangen.

BauernBenz in Vattholma

Heute ging es dann weiter nordwärts. Vormittags lag hier und da schon Schnee (bei +5-8Grad). Seit dem Nachmittag liegt Flächendeckend Schnee, aber die Straßen sind dank +4Grad alle frei.

Da die legendäre Axtschmiede von Gränsfors fast direkt auf der Route lag, machten wir einen kleinen Abstecher. Leider ist dort aber schon 14:30 alles zu.

Aber es ergab sich noch eine unterhaltsame Begegnung mit einem Blåkläderhändler, der auf unsere Sticker aufmerksam geworden war.

@ Mitch: Danke für die warmen Jacken und Grüße von deinem Kollegen aus Byn!

Blåkläder Workingclothes

Gerade legten wir noch einen kurzen Stopp beim Autopapst von Matfors/Vattjom ein um das rechte Radlager vorn checken zu lassen.

Radlager fetten

Einmal den Konus neu justieren, frisches Fett rein und ab geht es in die schwedische Nacht – zur Challange heute in Borgvattnet.

Dänemark

Wir dachten ein wenig Reisevorbereitung könnte nicht schaden und haben im Vorhinein schonmal Tickets für die Fähren Puttgarden-Rødby + Helsingør-Helsingborg gebucht. Um dort nicht anzustehen und zügig nach Norden aufzubrechen.

Wir hätten es besser wissen sollen, gebuchte Tickets auf AdventureRallye…. Wir bekamen am Start das Roadbook mit der ersten Tagesaufgabe bei Ystad (Schweden).

Während der Großteil des Feldes also über die Øresundbrücke fuhr, schoppten wir i  København erstmal Schneeketten bei Biltema.

Dann shiggerten wir gemütlich über Helsingborg.In Schweden dann ein kurzer Schnack am  Zoll (die winken da echt jedes Auto ran!?!) und das erste Mal die Ausweise zücken. Dann zack, wieder ab nach Süden.

Den Reisesegen vom Wikingergott auf einem Acker bei Ystad erbitten. Wie ja jeder weiß ist das nur um die Mitternachtsstunden rituell anerkannt..

Ales Stenar

 

Start

Jakob Hermühlen

Endlich war es soweit. Nach einem schönen Vorabend in HH und professioneller Reisevorbereitung durch Schlafmangel war es endlich soweit:

Start in Hamburg – bei 1A Autowetter kalt, trocken, Sonne satt.

 

auf und davon

Jakob Hermühlen

 

Schnell noch final an der Optik gefeilt und in 10 Stunden gehts in Hamburg an den Start!

Danke auch nochmal an alle Freunde für Rat und Tat in der Reisevorbereitung der letzten Wochen (und Stunden:-)). Danke auch an die Liebste für die viele Geduld und das Verständnis.

Danke!

Dank Eurer großartigen Beteiligung wurde heute das Spendenziel mit 760€ erreicht! Wir freuen uns sehr dass wir damit je 380€ an SeaWatch sowie HanseaticHelp überweisen dürfen.

Außerdem möchten wir uns bei euch dafür bedanken, weil wir somit die erste Rallye-Challange genommen haben und am Samstag in Hamburg quasi mit eurem Rückenwind an den Start gehen können.

Wer es bis jetzt nicht geschafft hat kann natürlich gerne noch was dazu tun –  die Charityaktion läuft noch bis zum Ende der Rallye am 09.03. und ich brauche hier wohl nicht zu betonen, das angesichts der rauhen See an Europas Grenzen jeder Euro hilft.

Danke, euch!

Veröffentlicht unter Meta